neue musik im stadthaus ulm - das nächste festival

STIMMUNG

7. bis 14. April 2018

Karlheinz Stockhausen schrieb 1968 ein Stück für 6 Stimmen und 6 Mikrofone, dem er den Namen "Stimmung" gab. Mittlerweile ist es zum Klassiker für Obertonmusik avanciert und für das Stadthaus-Festival 2018 namensgebend geworden.
STIMMUNG spielt mit Atmosphäre und Gefühl, löst Erwartungen und Assoziationen aus und hat eine ungeheuere Bandbreite, die sich im Programm unseres Festivals widerspiegeln wird.

Wir eröffnen das Festival "auswärts", mit einem Salon im Ulmer Café Animo, in dem die Komponistin Stepha Schweiger im Mittelpunkt steht. Ihre Musiktheater-Performance "The Mark on the Wall" nach einer Erzählung von Virginia Woolf feierte im vergangenen September in London Premiere. Raffiniert verschmelzen hier Elemente von Pop und neuer Musik. Sie wird den Konzertreigen im Stadthaus eröffnen.

Einigen seiner Streichquartette stellte Georg Friedrich Haas voran, dass sie in absoluter Dunkelheit aufzuführen seien, was sie geradezu physisch erfahrbar macht: Eine Herausforderung für alle, Musiker wie Publikum, der wir uns im Festival stellen: Haas' 10. Streichquartett (2016) wird in einem Dunkelkonzert - eine Premiere im Stadthaus! - auf dem Programm stehen.

Stockhausens Werk "Stimmung" wird natürlich nicht fehlen. Seine optimale Entfaltung findet dieses Stück in einem Klangraum, wie ihn eine gotische Kathedrale bietet. Und so setzen wir unsere Kooperation mit dem Ulmer Münster fort und lassen es dort - umrahmt von Stücken des Renaissance-Komponisten Carlo Gesualdo - von dem international renommierten Vocal-Ensemble VOXNOVA ITALIA mit u.a. den vom Ulmer Publikum schon gefeierten Stimmperformern Anna Clementi und Nicholas Isherwood aufführen.

Auch das weitere Programm geizt mit eindrucksvoller Musik nicht. Faszinierende Raum-STIMMUNGEN werden durch instrumentale Choreografien für Blechbläser und Schlagzeuger in Werken der jungen isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir oder Peter Eötvös erzeugt. Maurice Ravels wunderbare „Trois Chansons de Stéphane Mallarmé“ zeigen einmal mehr den festivaltypischen Bezug zu den Traditionslinien europäischer Musik. Kompositionen von Brigitta Muntendorf, Missy Mazzoli und Thomas Adès zeigen unterschiedlichste Ansätze aktuellen Komponierens in der Interpretation der herausragenden Musiker unseres European Music Projects.

Seit jeher lebt die neue Musik in Ulm von der Begegnung hochkarätiger internationaler Künstlerinnen und Künstler mit herausragenden lokalen Solistinnen, Solisten und Formationen. So wird das "vokalensemble ulmer münster“ unter der Leitung von Friedemann J. Wieland im Stadthaus auftreten, und auch Prologe von Schülerinnen und Schülern der Ulmer Musikschule soll es wieder geben.

Das Festival im April 2018 ist wieder einmal eine Einladung an alle, die Faszination der zeitgenössischen Musik zu erfahren.

Programm

Samstag, 7. April, 20 Uhr

Klassik-Klub - Salon

Gespräche mit der Komponistin Stepha Schweiger und Mitwirkenden von "The Mark on the Wall", der Musiktheater-Performance nach einer Erzählung von Virginia Woolf.
DJ-Set und Moderation: Jürgen Grözinger.
Im Café Animo
Eintritt: 12 €

Sonntag, 8. April, 19 Uhr

The Mark on the Wall

Musiktheater von Stepha Schweiger nach einer Erzählung von Virginia Woolf

„The Mark on the Wall“ wurde 2017 beim Tête à Tête Opera Festival in London uraufgeführt und daraufhin im Acker Stadt Palast Berlin inszeniert.
Stepha Schweiger fokussiert in dem Musiktheater Virginia Woolfs Story von 1917: Beim Blick an die Wand läßt ein unerkennbares Objekt die Phantasie exaltieren – sinnlich und intellektuell. Die Protagonistin begibt sich – in Form von drei Darstellern: einer Sängerin, einem Tänzer und einem Sprecher - auf eine fantastische Reise zwischen Imagination und Realität...
Verfasst während des 1.Weltkrieges, gewinnen die Themen heute wieder an Aktualität: Frauen- und Menschenrechte, Vorstellungen über Sicherheit, Normen, die Natur und Vieles mehr werden im Wirbel des Geschehens musikalisch hinterfragt.

Anna Clementi, Gesang | Leo Chadburn, Sprecher | Ziv Frenkel, Tanz | Sebastian Bauer, Regie | European Music Project, Ltg. Chatschatur Kanajan

Das Projekt wird durch den „LAFT“, Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. unterstützt.

Mittwoch, 11. April, 20 Uhr

Dunkelkonzert

Edgard Varèse Un grand sommeil noir |
Georg Friedrich Haas 10. Streichquartett

Zu Georg Friedrich Haas ' 10. Streichquartett wird der Stadthaus Saal vollständig abgedunkelt.

Maria Rosendorfsky, Sopran | Antonis Anissegos, Klavier | String Quartett des European Music Project

Freitag, 13. April, 19 Uhr

Konzert im Ausstellungsbereich und Stadthaus Saal

Im ganzen Ausstellungsbereich
Peter Eötvös Brass-The Metal Space

consord, Münster

Im Stadthaussaal
Thomas Adès Traced Overhead | Brigitta Muntendorf shivers on speed | Maurice Ravel Trois poèmes de Stéphane Mallarmé | Anna Thorvaldsdottir into - Second Self (deutsche Erstaufführung)

Esther Kretzinger, Sopran | Anna Clementi, Sprecherin | European Music Project, Ltg. Paraskevi Kontogianni

Samstag, 14. April, 19 Uhr

Konzert im Stadthaus Saal und Ulmer Münster

Toru Takemitsu Voice | Fazil Say Ankara
Musikschule der Stadt Ulm

Werke von Gavin Bryars, Knut Nystedt und
gregorianische Choräle
Vokalensemble Ulmer Münster,
Ltg. Friedemann Johannes Wieland

Werke von Kaija Saariaho u.a.
European Music Project

anschließend im Ulmer Münster
Karl-Heinz Stockhausen Stimmung | Carlo Gesualdo Madrigale
Voxnova Italia, Ltg. Nicholas Isherwood

Projektleitung: Jürgen Grözinger

Mit Unterstützung durch die Freunde der neuen Musik im Stadthaus Ulm e.V. und das Maritim Hotel Ulm

In Kooperation mit der Gesellschaft für Neue Musik Münster, dem Ulmer Münster und der Musikschule der Stadt Ulm.

Eintritt: 24 €
25 Jahre Stadthaus Jubiläums-Spezial für alle bis 25 Jahre u. Freundeskreis-Mitglieder: 5 €

Der Kartenvorverkauf beginnt in Kürze!



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