Mohamad Khayata: Stitching

1. Dezember 2016 verlängert bis 5. Februar 2017 - Saalfoyer, Ebene 1

Mohamad Khayata: Stitching my Syria back

Fotografien

Der Patchwork-„Madeh“ ist eine gesteppte Decke, die in beinahe jedem syrischen Haushalt, auch dem bescheidensten, zu finden ist. Für Mohamad Khayata ist er das Symbol für die Zerrissenheit auf der einen und den Wunsch nach Einheit auf der anderen Seite: „Ich wünschte, ich könnte mit diesem künstlerischen Projekt mein Syrien wieder 'zusammenflicken'“.

Mohamad Khayata

Khayatas Motive der Serie „Stitching my Syria back“ waren im Sommer 2016 im Rahmen des Projekts „Café Beirut“ der Griesbadgalerie ausgestellt. Im Stadthaus sind sie nun ergänzend zur Ausstellung „Von der Sehnsucht nach Farbe“ zu sehen und bilden mit ihrer „Sehnsucht nach Einheit und Hoffnung“ einen ganz aktuellen Gegenpol zu den traditionellen Quilts der Amischen.

Mohamad Khayata

Der Fotograf und Künstler Mohamad Khayata (geb. 1985 in Damaskus) machte seinen Abschluss am Fine Arts College der University of Damascus. Von der JCI International Society wurde er für seine Serie „A Damascene Story“ mit dem Preis für „Best Story & Photograph“ ausgezeichnet. Khayata flüchtete 2012 aus Syrien und lebt heute im Libanon.

Projektleitung: Tommi Brem

Drei zu Eins

Freitag, 3. Februar 2017, 19 Uhr

Dokumentarfilm über syrische Flüchtlinge im libanesisch-syrischen Grenzgebiet und ehrenamtliche Helfer - von Paul Reinholz und Lukas Georgiou

Die Dokumentation zeigt die Lebensumstände von Geflüchteten und begleitet eine Gruppe internationaler Freiwilliger bei ihrer Arbeit vor Ort. In der Bekaa-Ebene im Osten des Libanons, ca. 20 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, warten seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011 hunderttausende Flüchtlinge auf ein Ende des Konflikts. In „informal tented settlements“ leben diejenigen, die sich die Flucht nach Europa nicht leisten wollen oder können - meist ohne jegliche Unterstützung durch den libanesischen Staat oder durch Hilfswerke. Die Grassroots-NGO „SALAM LADC“ engagiert sich mit Hilfe junger, internationaler Freiwilliger auf verschiedenen Ebenen für die Geflüchteten und den Dialog mit der libanesischen Bevölkerung. Mit Verteilungen von Essen, Englischunterricht für Kinder und Kinoabenden in den Zeltlagern wird Hilfe auf persönlicher Ebene geleistet, wie sie große Organisationen wie das UNHCR (UN Refugee Agency) nicht leisten können.

Die 30-minütige Dokumentation entstand im Sommer 2016 im Rahmen der Filmreihe „Hin und Weg“ des Medienprojekts Wuppertal.

Paul Reinholz, in Ulm aufgewachsen und aktuell Student an der Kunsthochschule für Medien in Köln, wird am Abend in das Filmprojekt einführen und im Anschluss an die Vorführung mit dem Projektleiter der Ausstellung, Tommi Brem, diskutieren.

Eintritt frei


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