Foto: Ingrid Leuze

Vorschau auf Herbst und Winter 2013

Welche Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Tanz- oder Filmabende organisieren das Stadthaus und seine Kooperationspartner noch im Jahr 2013?

Informieren Sie sich hier im Überblick!


Moritz Bleibtreu mit Beretta. KNOCKIN' ON HEAVEN'S DOOR (Deutschland 1996/97, Regie: Thomas Jahn). © Jim Rakete / Deutsches Filmmuseum

Jim Rakete

Der Stand der Dinge

5. Juli bis 8. September 2013

Er zählt zu Deutschlands bekanntesten Porträtfotografen: Jim Rakete. 1951 in Berlin geboren hat sich Jim Rakete als Fotograf einen Namen gemacht, daneben aber auch als Manager von Popbands wie der Nina Hagen Band, Spliff, Die Ärzte oder Nena.
Für das Deutsche Filmmuseum hat er zwischen 2009 und 2011 Legenden, Macher und Talente des deutschsprachigen Kinos fotografiert. Alle Porträtierten haben sich mit einem Requisit ablichten lassen, mit dem sie eine persönliche Erinnerung ihrer filmischen Laufbahn verbindet. Entstanden ist die Porträtreihe „Der Stand der Dinge“, eine 100 Porträts umfassende Bilderserie, deren Titel angelehnt ist an einen Filmtitel von Wim Wenders.
Die Ausstellung wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum in Frankfurt /Main.

Eröffnung: Donnerstag, 4. Juli 2013, 19 bis 21 Uhr
Projektleitung: Dr. Raimund Kast


"captain, the duck and the frog" Kugelschreiber und Filzstift auf Papier 21,5 x 28 cm, 1998. courtesy arts factory / le lieu unique

Daniel Johnston

Welcome to my world

13. Juli bis 17. November 2013

Daniel Johnston (geb. 1961, USA) ist eine Kultfigur der US-amerikanischen Alternativszene. Was 1985 mit einem Auftritt bei MTV begann, entwickelte sich zu einer nicht enden wollenden Karriere, die allerdings starken Schwankungen unterworfen ist, da Johnston an einer bipolaren Störung leidet.
Über 500 Lieder hat Johnston bis heute aufgenommen und Künstler wie Beck und Tom Waits haben seine Songs eingespielt. Hinzu kommen zahlreiche Kooperationen, z.B. mit Jad Fair.
Als Zeichner ist Johnston ebenso aktiv. In vielen hundert Arbeiten treffen Johnstons Eigenkreationen auf seine Versionen bekannter Comic-Helden. Er hat ein Universum geschaffen, das irgendwo zwischen Melancholie und Surrealismus pendelt, mal urkomisch, mal am Rande eines grauenvollen Albtraums.
Die Ausstellung, die wir in unserer Reihe "outsider art" zeigen, entstand am le lieu unique (Nantes) in enger Zusammenarbeit mit Johnston und dessen Familie sowie der arts factory (Paris). Sie zeigt in über 200 Exponaten einen Querschnitt durch Johnstons zeichnerisches Gesamtwerk.

Eröffnung:Freitag, 12. Juli 2013, 19 bis 21 Uhr
Projektleitung: Tommi Brem

Die Redner, 04, 2009. © Michael Schäfer

Michael Schäfer

Auf der sicheren Seite

14. September bis 17. November 2013

Bilder in Nachrichtenmagazinen offenbaren unsere kulturellen Erzählschablonen, wir schauen auf das wahre Theater unserer Gesellschaft (Michael Schäfer, 2011)

Für seine großformatigen Fotoarbeiten greift Schäfer Medienbilder auf und entwickelt daraus altmeisterlich ausgearbeitete Nachinszenierungen, oft in Form von digitalen Collagen. Die Bilder zeigen Politiker, Manager, Redner oder auch Laufstegmodels, wobei das Bildpersonal nun, durch die künstlerische Strategie und Bearbeitung, ausgewechselt ist: Den Politiker ersetzt ein Schauspieler, das Gesicht des Models verwandelt sich in das eines präpubertären Kindes. Durch seine pointierten Umformulierungen und die Vergrößerung der Bilder auf Galerieformat verändert Schäfer gezielt die Bedeutung dieser Bilder. Sie fragen nun nach der Wirkweise der zugrundeliegenden Medienbildern, und wie diese wiederum unser Bild von uns selbst - als Individuum und Gesellschaft - prägen und bestätigen.
Welche Ausstellung würde besser in die Zeit der Bundestagswahl 2013 passen als diese?

Eröffnung zur Kulturnacht am 14. September 2013
Projektleitung: Dr. Katharina Menzel-Ahr

Außenminister Willy Brandt mit seinem Sohn Lars am Strand eines Badeortes am schwarzen Meer während eines offiziellen Besuchs in Rumänien im Jahr 1967. Foto: © Thomas Hoepker / MAGNUM / Agentur Focus

Willy Brandt zum 100. Geburtstag

Gesehen von den Stern-Fotografen Thomas Hoepker, Robert Lebeck, Volker Hinz, Max Scheler

20. Dezember 2013 bis Ende März 2014

gesehen von den Stern-Fotografen Thomas Hoepker, Robert Lebeck, Volker Hinz, Max Scheler

Einer der größten Verdienste von Bundeskanzler Willy Brandt war seine Ostpolitik, ausgerichtet auf Entspannung und Ausgleich mit den osteuropäischen Staaten. Dafür wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.
Anlässlich des 100. Geburtstages von Willy Brandt im Dezember 2013 zeigt das Stadthaus eine Auswahl von Reportagefotos aus dem Archiv der Agentur Focus. Es ist - eine feine Auswahl persönlicher, teilweise beinah intimer Studien des deutschen Ausnahmestaatsmannes im Blick von vier herausragenden Fotografen, die den Bildjournalismus in Deutschland maßgeblich geprägt haben: Max Scheler (*1928), Robert Lebeck (*1929), Thomas Hoepker (*1936) und Volker Hinz (*1947). Alle vier Fotografen haben Willy Brandt u.a. speziell im Auftrag des stern fotografiert. Dabei sind Fotos von Brandts Amtszeit als Regierender Bürgermeister von Berlin bis zum Ende seiner Kanzlerschaft entstanden.

Eröffnung: Donnerstag, 19. Dezember 2013, 19 bis 21 Uhr
Es spricht OB Ivo Gönner
Projektleitung: Tina Keck (Singen),
Karla Nieraad (Stadthaus)

Martin Walser und Hermann Schmid. Begegnung im Stadthaus 2012. Foto: Ralf Grimminger

Kierkegaards negative Anthropologie

Über gelingendes und misslingendes Leben

Dienstag, 29. Oktober 2013

Vortrag von Dr. Hermann Schmid

2013 feiert man in Kopenhagen Søren Kierkegaards 200. Geburtstag. Anlass für uns, Dr. Hermann Schmid aus Kopenhagen einzuladen. Der gebürtige Neu-Ulmer hat in Kopenhagen über Kierkegaard promoviert und 2004 als Co-Übersetzer die große Kierkegaard–Biografie von Joakim Garff ins Deutsche übersetzt. Auch die Übersetzung des Porträts "Björk Musik" (Parthas 2009) ist aus seiner Hand. 2010 hielt Hermann Schmid im Edwin Scharff Museum Neu-Ulm einen viel beachteten Vortrag über die Ästhetik von Alberto Giacometti und Samuel Beckett.
Eine Kooperation mit dem Humboldt-Studienzentrum der Universität Ulm

Im Oktober 2012 begegnete Hermann Schmid seinem Freund Martin Walser bei uns im Stadthaus. Grund genug, unsere Neugier zu wecken! Karla Nieraad versuchte herauszufinden, was Hermann Schmid, Martin Walser und Søren Kierkegaard verbindet. Das Interview über Zufälle, Inkommensurabilität, Kontingenz und Selbstbetrug im anhängenden pdf.


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