Dienstag, 11. Oktober 2011, 20.00 Uhr

Ulm Szenen - Szene Ulm

Videoclips zwischen Avantgarde-Pop und zeitgenössischer Kunst

Die "Freunde der neuen Musik im Stadthaus Ulm e.V." laden zum zweiten Abend mit Filmen und neuer Musik ein. In diesem Jahr werden drei unterschiedliche Ansätze präsentiert, die eines zeigen: Die Grenze zwischen Clip-Kultur und zeitgenössischer Kunst spielt in dieser Szene keine Rolle mehr.

Ein Mann in orangefarbener Sporthose in Heldenpose: Mit nacktem Oberkörper turnt er über eine Wiese und feiert – den Blick himmelwärts gerichtet – Fäuste ballend seinen Sieg. Man weiß nicht, ob er gerade ein Mammut erlegt oder ein Fußballspiel gewonnen hat. Egal. Der Weg ist nicht weit vom Anfang der Menschheit bis zum Gehabe der Fußballspieler. Meint der in Ulm geborene und in London lebende Filmemacher Max Hattler. Seine Videoclips sind hintergründig, witzig, abstrakt.

Ähnlich vielfältig ist die visual art des E-Cellisten und Elektronikers Fried Dähn, lange Jahre Solist beim „festival neue musik im stadthaus ulm“. Er filmte aus dem langsam fahrenden Auto das tiefverschneite Stuttgart – heraus kamen meditativ-intensive Bilder, die Dähn mit unterschiedlichen Tonspuren unterlegt hat: mit minimalistischer Elektronik und mit improvisierendem Streichquartett.

Die Medienkünstler Katrin Jedon und Jens Döring leben und arbeiten in Ulm und suchen immer wieder die Verbindung zum Tanz. Bei ihnen geht die Geschmeidigkeit des Tanzes nahtlos in die Virtuosität digitaler Bildbearbeitung über.

Der Eintritt zum Filmabend ist frei. Spenden zu Gunsten des Vereins "Freunde der neuen Musik im Stadthaus e.V." sind sehr willkommen.


Share |