Am 26. April 1986 erschütterte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die Welt. Eine aus Reaktor 4 in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive Wolke zog über ganz Europa hinweg.
Ein Gebiet mit einem Radius von 30 Kilometern um das Atomkraftwerk wurde zur Sperrzone erklärt. Mittlerweile erobert sich die Natur den von Menschen verlassenen Ort so still wie hartnäckig zurück. Einige Künstlerinnen und Künstler nehmen die Entwicklung genauer in Augenschein.
Der US-Fotograf Richard Sharum richtet seinen Blick auf jene Bereiche der amerikanischen Gesellschaft, in denen der Mythos des „American Dream“ brüchig wird. Abseits gängiger Klischees zeigen seine Schwarz-Weiß-Fotografien individuelle Lebensrealitäten voller Verletzlichkeit, Widerstandskraft und stiller Würde. Seine Bildsprache ist ruhig und nahbar, ohne zu idealisieren oder zu entblößen – stets geprägt von respektvoller Aufmerksamkeit für den Menschen.
Das romantisierte Image des weißen Cowboys prägt bis heute das Bild des „Wilden Westens“. Mit der Realität hat dieses Stereotyp nicht viel zu tun. Ein Viertel der Cowboys waren Afroamerikaner und haben diesen legendären Abschnitt der amerikanischen Geschichte entscheidend mitgeprägt. Doch Hollywood hat einen Mythos erschaffen, der aus ausnahmslos weißen "Westernhelden“ bestand, die zudem häufig nach realen Schwarzen Vorbildern entwickelt wurden. Somit wurde die Bedeutung der Schwarzen für die Entwicklung der USA übergangen. Durch dieses „Whitewashing“ weiß heute kaum jemand von der Existenz Schwarzer Cowboys.
Das älteste erhaltene Foto der Welt stammt aus dem Jahr 1826. Joseph Nicéphore Niépce fing mit seiner Kamera acht Stunden das Licht ein, das aus dem Innenhof in sein Arbeitszimmer in Saint-Loup-de-Varennes fiel, und hielt damit den ersten fotografischen Blick der Geschichte fest. Ein unscheinbares Motiv, das die Geburtsstunde der Fotografie markiert. Für das Stadthaus Ulm als Ausstellungshaus mit dem Schwerpunkt Fotografie ist dieses Jubiläum der perfekte Anlass, das ganze Jahr über an diesen historischen Moment zu erinnern.
Wie sehen junge Dokumentarfotograf*innen Europa? Der Hamburger Peter Bialobrzeski hat einige von ihnen eingeladen, ihre Sicht auf die Welt von heute vorzustellen. Sie werfen Fragen auf, die uns alle bewegen: Klimawandel und Umweltverschmutzung, soziale Gerechtigkeit, die Krise der Flüchtlingspolitik und eine sich verändernde Weltordnung sind ihre Themen.
Die Teilnehmenden stammen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Polen, Ungarn und Großbritannien, aus Georgien und Sibirien. Einige von ihnen leben in Berlin, manche arbeiten im Kollektiv.
Der "Münsterblick" zeigt einen Ausschnitt aus einem 180°-Livebild vom Turm des Ulmer Münsters. Besucher*innen können den Ausblick erleben, der sonst nur von hoch oben möglich ist.
Mehr als viertausend Jahre reichen die Spuren zurück, die Menschen auf dem Münsterplatz hinterlassen haben, lange bevor es eine Stadt Ulm, das Münster oder den Münsterplatz überhaupt gaben. Einiges wurde in der Baugrube des Stadthauses entdeckt. Ausgewählte Funde, dazu Diashows und kleine Filme sind im Untergeschoss zu sehen. Auch hier gilt: täglich geöffnet, Eintritt frei.
Radio Garden ist eine interaktive Weltkarte, die Radiosender rund um den Erdball erfasst und es seit Ende 2016 ermöglicht, sich durch aktuell 7877 Radiosender aus 159 Ländern "hindurch" zu hören - egal wie weit Sender und Empfänger voneinander entfernt sind. Geografische oder von Menschen geschaffene Grenzen gibt es bei "Radio Garden" nicht.